Carsten Tauber

Analyse · Feb 2014 · Kontext 2026

WhatsApp: What a Facebook App

Facebook kaufte WhatsApp für 19 Milliarden US-Dollar — und gemessen am Nutzerwert war das auf den zweiten Blick kein Schnäppchen-Wahn, sondern ein Daten- und Reichweitenkauf.

Original-Pfad /whatsapp-facebook-app/ · Feb 2014

Historische Rechnung und Argumentation aus dem Blog. WhatsApp hat seither Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ausgebaut — die Konzernlogik (Meta, Business-API, Metadaten, Kontokopplung) ist die Fortsetzung der damaligen These.

Billige 13 Milliarden Euro?

Gemessen an Nutzerzahlen und dem damaligen 0,99-Dollar-Jahresbeitrag wirkte der Preis absurd hoch — Facebook müsste die App bei gleichbleibender Nutzerzahl Jahrzehnte betreiben, um den Zukauf rein über Abos wieder hereinzuholen. Die App selbst hätte man für einen Bruchteil entwickeln können. Also: Was wurde wirklich gekauft?

13.000.000.000 EUR / 450.000.000 User ≈ 28,88 EUR pro User

Kaufgegenstand ist weniger die Anwendung, sondern 450 Millionen potenzielle Werbeempfänger und 450.000.000 Mobilfunkrufnummern inklusive vollständiger Netzwerkkonstruktion.

Was Facebook aus WhatsApp weiß

Parallel liefen damals schon Szenarien wie Xbox-Wohnzimmer-Kamera, Google Glass und der Nest-Kauf (Rauchmelder) — Dinge, die man im Baumarkt nicht mit „Social Network“ assoziiert, die aber Profile ergänzen.

Eltern-Metapher

Wenn Dir ein Fremder einen Lolli schenken möchte: ablehnen und weggehen. Kostenlose Dienste mit Zugriff auf Dein soziales Graph und Deine Telefonnummer sind selten Geschenke ohne Gegenrechnung.

→ Facebook löschen (Landingpage)