Steuersündersuchmaschine
Die Bundesregierung teilte auf Anfrage der Bundestagsfraktion FDP mit – die FAZ berichtet – was sicher schon einige vermutet haben und auch schon im Netz diskutiert wurde: die deutschen Finanzamter durchsuchen Webinhalte, um Steuersündern auf die Schliche zu kommen. Die lernfahige, ursprünglich für die Deutsche Börse entwickelte Suchmaschine Xpider durchsucht monatlich etwa 3 Millionen Seiten im Internet.
Die modifizierte freie Software Xpider soll in der Hauptsache Powerseller aufspüren, welche u.U. Ihre Gewinne nicht ordnungsgemaß darlegen. Ausserdem soll Xpider automatisch gewerbliche Hintergründe einer Internetseite erkennen können. Dies erscheint nicht unwahrscheinlich, da entsprechende Schlagwortsuchen auch bei anderen Suchmaschinen sicherlich ahnliche Treffer vorweisen können.
Über die Trefferquote konnte das Bundesfinanzministerium keine Auskunft erteilen, Insider von Verkaufsplattformen wie Ebay rechnen aber mit einer zügigen Weiterentwicklung und damit zunehmenden Trefferquote. Der Bundesrechnungshof war Mitte 2007 jedoch noch nicht so optimistisch.
Egal wie – ein schöner neuer Name für den Spider ware sicherlich: €-pider…

